Mittwoch, 4. März 2009

Freitag, 20. Februar 2009

Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte << Bildblog

Artikel auf Bildblog

Nager vererben erworbene Fähigkeiten

Veränderungen im Körper, die aufgrund der Umweltbedingungen in der Entwicklungsphase entstehen, können bei Tieren an den Nachwuchs weitergegeben werden

Sehr interessant. Dann gibt es das Gedächtnis wie wir es von evolutionäre Algorithmen kennen sogar in der Natur.

Dienstag, 10. Februar 2009

vorbildliches Arbeitszeugnis...

...für Herrn Mehdorn: extra3

Freitag, 6. Februar 2009

Sixth Sense

"Students at the MIT Media Lab have developed a wearable computing system that turns any surface into an interactive display screen."
- Artikel

Kriminelle stehlen 9 Millionen Dollar in weltweitem Coup

Mit geklonten Debit-Karten haben Kriminelle innerhalb weniger Stunden neun Millionen US-Dollar von Konten abgehoben. Die Kartendaten stammten aus einem Ende 2008 bekannt gewordenen Angriff auf einen Finanzdienstleister.

Freitag, 23. Januar 2009

Technology Review - Schloss knacken

TR: Herr Wernéry, was machen Sie persönlich, wenn Ihnen zuhause einmal eine Tür zufällt und Sie haben ihren Schlüssel nicht dabei?

Wernéry: Eine zugefallene Haustür sollte man mit einer Colaflasche öffnen können – dazu schneidet man sich eine handtellergroße Plastikkarte daraus aus, rundet die Ecken ab, schmirgelt sie noch ein bisschen auf dem Pflaster, damit sie nicht zu kantig ist. Und dann geht's los: Zwei Fingerbreit über dem Türgriff sitzt immer die Falle, das ist genormt, da kann man sich drauf verlassen. Dann muss man nur noch die Plastikkarte auf dieser Höhe hinein schieben und – jetzt kommt das Geheimnis – beim Kontakt mit dem Schnapper kräftig an der Tür wackeln und die Karte durchschieben. Schon ist die Tür offen.

Ich mache auf diese Art so vier, fünf fernmündliche Notöffnungen im Monat. Bisher hat das noch jeder geschafft – und wenn's nicht geklappt hat, dann nur deshalb, weil der Betroffene sich nicht genügend Mühe gegeben hat.

- "Wir sind nicht die Helfer der Schlossindustrie"
Wissen fürs Leben :)

Donnerstag, 15. Januar 2009

Universeller Abstract für wissenschaftl. Arbeiten

PHD-Comics

bookmarks – zeigt Wissenspeicher von der Keilschrift bis YouTube

Das klingt interessant:
Um das Experiment theoretisch zu unterfüttern, gibt es eine umfassende Vortragsreihe mit internationalen Referenten. Den Anfang macht An anthropological introduction to YouTube. "bookmarks" läuft noch bis zum 15. Februar.

Samstag, 27. Dezember 2008

Kästner's Fabian

Seit ca. zwei Jahren schleiche an diesem Buch vorbei mit dem festen Ziel es in Zukunft mal zu lesen. Diese Zukunft begann heute als ich mir das Buch in Cottbus für meine Fahrt nach Magdeburg zulegte (und ich am Dienstag den Roman "Felix Krull" von Thomas Mann, welchen ich für weniger lesenswert halte, beendete). Warum mich dieses Buch begeistert möchte ich mit einigen Auszügen belegen (es handelt übrigens im Deutschland von ca. 1930).

"Und heute sind, noch ehe sie sich regenerieren konnten, bereits neue, genauer, sehr alte Mächte fanatisch dabei, wiederum standardisierte Meinungen - gar nicht so verschieden von den vorherigen - durch Massenimpfung zu verbreiten. Noch wissen viele nicht, viele nicht mehr, daß man sich Urteile selber bilden kann und sollte." aus dem Vorwort zur Neuauflage des Buches im Jahre 1950

In der politischen Redaktion einer Zeitung:
">>Der Chef hat eben angerufen<<, erzählte der junge Mann atemlos. >>Ich mußte im Leitartikel fünf Zeilen streiche. Sie wären durch neue Nachrichten überholt [...]".
">>Was tut man in einem so außergewöhnlichen Fall?<< fragte Münzer.
>>Man füllt die Spalte<<, erklärte der Volontär.
Münzer nickte."
Nachdem sich keine passende Ersatznachricht finden lässt kommt es im Endeffekt zu folgender Reaktion des Redakteurs (Münzer): "Wenn man eine Notiz braucht und keine hat, erfindet man sie.[...] Merken Sie sich folgendes: Meldungen, deren Unwahrheit nicht oder erst nach Wochen festgestellt werden kann, sind wahr." aus dem Dritten Kapitel (in meinem Buch Seite 29).

Aktuell brisant finde ich auch folgendes: "Keine Silbe. Nicht ein Wort. Wir haben Anweisung, der Regierung nicht in den Rücken zu fallen. Wenn wir dagegen schreiben, schaden wir uns, wenn wir schweigen, nützen wir der Regierung." ebenfalls aus dem dritten Kapitel (Seite 31 meines Buches). Die Sätze sind die Antwort des Redakteurs auf die Anspielung der evtl. negativen Beeinflussung der öffentl. Meinung zur Rede des Reichskanzlers, welche gerade in der Redaktion eingetroffen ist.

Eine zynische Antwort Fabians in einer Diskussion mit seinem Freund Labude:
"Ein Glück ist das. Stell dir vor, unsere fünf Millionen Arbeitslosen begnügten sich nicht mit dem Anspruch auf Unterstützung. Stell dir vor, sie wären ehrgeizig!" aus dem fünften Kapitel(in meinem Buch Seite 55).

Im Vorwort erläutert Kästner noch, daß sein Buch als Satire zu verstehen ist (meiner pers. Meinung nach mit einem überdurchschnittlichen Anteil an Wahrheiten im Kern). Und leider wird dieses Buch auch nicht älter, als ob die Menschheit unfähig zur Weiterentwicklung der ihrer gesellschaftlichen Situation ist: "Wir werden nicht daran zugrunde gehen, daß einige Zeitgenossen besonders niederträchtig sind, und nicht daran, daß andere besonders dämlich sind. Und nicht daran, daß einige von diesen und jenen mit einigen von denen identisch sind, die den Globus verwalten. Wir gehen an der seelischen Bequemlichkeit aller Beteiligten zugrunde. Wir wollen, daß es sich ändert, aber wir wollen nicht, daß wir uns ändern. >Wozu sind die andern da?< denkt jeder und wiegt sich im Schaukelstuhl." aus dem Dritten Kapitel (Seite 37 meines Buches).

Mein Buch ist übrigens das obige verlinkte des dtv-Verlages:
Erich Kästner, "Fabian Die Geschichte eines Moralisten", 24. Auflage Oktober 2008 der Deutschen Taschenbuch Verlags GmbH & Co. KG, München, ISBN 978-3-423-11006-8. Man möge mir bitte meine Faulheit zur korrekten Zitierung verzeihen.

Vielleicht hat ja noch jmd Lust auf den Genuß dieses Buches bekommen. Persönlich werde ich leider noch einige Tage benötigen bevor ich es verleihen kann.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr (nach besinnlicher Weinachtszeit) wünscht der Tob.