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Samstag, 5. November 2011

Ein Blog für Filmliebhaber

Keine Kritik, keine Bewertung. Lediglich jeweils ein gut ausgewählter Snapshot untermalt mit einem Zitat (unbedingt anschauen):
"IWDRM is a gallery of living movie stills, opened since october 2010."

Dienstag, 28. Juni 2011

Prinzipia Discordia

Notice for later.

Sonntag, 26. September 2010

Telepolis: Machtkartell Bertelsmann

Am 16.09.2010 feierte Bertelsmann das 175. Firmenjubiläum und pünktlich würdigt Telepolis den Konzern im Artikel Machtkartell Bertelsmann mit einiger Kritik zu dessen politischer Einflussnahme. Interessant dazu ist auch in diesem Artikel verlinktes Interview der TAZ "Bertelsmann ist unberührbar".
Zunächst ein wenig copy-paste Vorabinformation aus Wikipedia:
Die Bertelsmann AG ist nicht börsennotiert; Aktionäre sind die Bertelsmann Stiftung (77,4 %) und die Familie Mohn (22,6 %). Die Stimmrechte der Bertelsmann Stiftung und der Familie Mohn übt die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG) aus. Sie verfügt nach einem Aktienrückkauf wieder über 100 % der Stimmrechte. Die drei für jeweils zwei Jahre gewählten Gesellschafter der BVG sind der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter H. Vogel, der aktuelle Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski sowie der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Strube. Die Familie Mohn ist derzeit durch Liz Mohn und Brigitte Mohn vertreten. Der 2009 verstorbene Reinhard Mohn verfügte zu Lebzeiten über ein Mehrfachstimmrecht und ein Veto bei allen Beschlüssen.
Das soll zunächst zu den Fakten reichen, nun zu der Kritik:
Durch das Doppelstiftungskonstrukt hat die Familie Mohn nicht nur Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer gespart - die Gewinne und Dividenden, die alljährlich ausgeschüttet werden, müssen dank Stiftungsstatus ebenfalls nicht versteuert werden. Dies ist eine offene Lücke im deutschen Stiftungsrecht, eine Lücke, die Bertelsmann bereits Milliarden eingespart hat [...] (Quelle: TP)
Als wir Ende der 1990er Jahre das Stiftungsrecht reformieren wollten, hatte ich überall Gespräche über mögliche Fehlentwicklungen geführt – bei Spiegel, Stern, Focus, Zeit, FAZ, Süddeutsche oder auch bei TV-Magazinen wie Monitor. Doch an Bertelsmann traute und traut sich niemand heran [...]. Die Angst vor Bertelsmann-Juristen und die potentielle Bedürftigkeit, mal was mit denen oder bei ihnen machen zu wollen, hindert offensichtlich auch die Helden des investigativen Journalismus am Jagdeifer. Bertelsmann ist unberührbar. (Quelle: TAZ)
Doch die Bertelsmann AG ist mehr als ein reiner Medienkonzern. Mit der Konzerntochter Arvato, die über 60.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist Bertelsmann Marktführer auf dem Gebiet des Outsourcing von Verwaltungstätigkeiten [...] Die Bertelsmann Stiftung arbeitet mit Vorliebe hinter den Kulissen. Woher stammen [die] neoliberalen Scheinwahrheiten [der Delegierung von öffentlichen Aufgaben an Privatunternehmen oder die Verschlankung des Staates] und wer versorgt die Vertreter dieser Ideologie mit Zahlen und Argumentationshilfen? Wenn man einen Politiker in einer Fernsehtalkshow neoliberale Argumentationsmuster vortragen sieht, so entstammen diese Gedanken mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht dem Hirn des jeweiligen Volksvertreters, sondern dem Hirn eines neoliberalen Think Tanks wie der Bertelsmann Stiftung. Bertelsmann schult und berät die Politik - angefangen vom Stadtkämmerer bis hin zur Weltbank und dem IWF. (Quelle: TP)
Faktisch alle führenden Politiker, auch Bundeskanzler und Bundespräsidenten, [waren] immer wieder für bestimmte Projekte auf viel Geld und auf das Wohlwollen der Stiftungen angewiesen. Egal ob die führenden Köpfe Schröder oder Merkel heißen: Stiftungen wie die Bertelsmann-Stiftung waren und sind engste Politikberater – und damit größter Profiteur von bestimmten politischen Weichenstellungen. (Quelle: TAZ)
Zusammenfassend: Die Bertelsmann-Stiftung hat einen erheblichen politischen Einfluss dessen Ziele vordergründig den wirtschaftlichen Interessen der Bertelsmann AG dienen. Böser Lobbyismus. Aber böse Lobbyisten sind auch Pharmaindustrie, Energiekonzerne oder die Lebensmittelindustrie. Gefährlicher ist vielleicht die erhebliche mediale Kontrolle der Bertelsmann AG, wodurch die Einflussnahme der Bertelsmann-Stiftung weitgehend undokumentiert zu bleiben scheint.
Ich habe nur Auszüge der Artikel hier zusammen gestellt, also Halbwahrheiten, also unbedingt die Quellen lesen (und auch mal in der Wikipedia zum Thema nachschlagen):
Machtkartell Bertelsmann und "Bertelsmann ist unberührbar"

Donnerstag, 22. Juli 2010

Der Krieg zur See

Aus: "I'm not a pirate - I'm a fisherman"
[...] Die Afrikaner wurden zunächst in Amsterdam inhaftiert und von dort aus aufgrund eines internationalen Haftbefehls an die Bundesrepublik ausgeliefert. Nun soll ihnen in Hamburg der Prozess gemacht werden. Der erste Piratenprozess seit 400 Jahren in der Hansestadt.

[...] 90 % der Stückgüter des Welthandels werden mit Containerschiffen transportiert. Knapp 5.000 Containerfrachter befahren die Weltmeere, Tendenz steigend. Und Hamburg ist die Hauptstadt dieses boomenden weltumspannenden Geschäfts: Jedes dritte Containerschiff hat deutsche Eigner, und sie werden von Hamburg aus gemanagt. Dort ist der Internationale Seegerichtshof angesiedelt und die Hansestadt ist der Standort für die bundesdeutsche Seegerichtsbarkeit.

[...] VDR [Verband deutscher Reeder]- Hauptgeschäftsführer Hans Heinrich Nöll brachte im NDR den Einsatz von Soldaten auf Handelsschiffen ins Gespräch, denn die: "hätten eine noch größere Abschreckungswirkung als Marineschiffe allein, die in der Piratenregion patrouillieren". So "sechs bis maximal zehn Soldaten pro Schiff" schweben ihm dabei vor.

Naja, Bundespolizisten wären auch ok. Zur Not würde man auf private Sicherheitsfirmen zurückgreifen. Ich verstehe nicht so recht, was die Wirtschaft an Somalias Küste vor hat. Aber mir kann niemand erzählen, dass:
- es nicht um wirtschaftliche Interessen geht
- die Situation Somalias komplett berücksichtigt würde
- oder gar organisierte Kriminalität damit nichts zu tun hätte
Da unten passiert mal wieder "Bullshit" und persönlich habe ich das Gefühl, politisch stecken wir immer noch in der Kolonialzeit. Naja, irgendwie leider auch nichts neues.

Sonntag, 20. Juni 2010

Manning und Lamo in "the wikileaks-case"

Der Veröffentlichung eines Videos aus dem Irak durch wikileaks liegt bereits einige Zeit zurück. Ich hatte dazu auch bereits einen kurzen Eintrag verfasst.
Mittlerweile kam auch die News, dass Bradley Manning als der vermutlich verantwortliche "Leaker" festgenommen sei. Wie die Person Manning in das Zentrum der Aufmerksamkeit fiel ist eine sehr obskure Geschichte in die der "Hacker" Adrian Lamo und Journalist Kevin Poulsen stark verwickelt sind. Die Fakten hüllen das gesamte Ereignis, um die Festnahme von Manning als Leaker des berühmt gewordenen Irak-Videos, in eine Menge Fragen. All das bietet jede Menge Stoff für eine erneute Verschwörungstheorie der US-Regierung zum Schutze von Aliens vor der restlichen Welt (so, oder so ähnlich).
Einen interessanten und lesenswerten Überblick hat nun Glenn Greenwald gegeben: "The strange and consequential case of Bradley Manning, Adrian Lamo and WikiLeaks". Er führte nochmals ein persönliches Interview mit Lamo selbst und eine Mail-Konversation mit Poulsen um weitere evtl. erhellende Details zu erfahren. Das Gegenteil ist geschehen. Statt dessen schwebt immer noch der Verdacht in der Luft, dass die Festnahme von Manning eine Farce war. Eine Farce um möglichen "Leakern" oder "Whistleblowern" Angst zu machen, dass wikileaks eben keinen Quellenschutz bieten kann. Durch diese Vorgehensweise sollte das Vertrauen in wikileaks so stark geschwächt werden, dass von dieser Organisation kein ernsthafter Schaden mehr ausgerichtet werden kann (ebenfalls ein Leak):
(S/NF) Web sites such as Wikileaks.org have trust as their most important center of gravity by protecting the anonymity and identity of the insider, leaker, or whistleblower. Successful identification, prosecution, termination of employement, and exposure of persons leaking the information by the governments and business affected by information posted to Wikileaks.org would damage and potentially destroy this center of gravity and deter others from taking similar actions.
*schwärm... Ich liebe diese Sorte von Thrillern, besser als jedes Buch.

Dienstag, 20. April 2010

Sind Leer-Cassetten der Tod der Schallplatte?

Diesen Artikel hat irgendjmd aus einer Bravo des Jahres 1977 gefunde. Und, nicht anders zu erwarten, hat schon damals die Musikindustrie geflennt.

Dienstag, 6. April 2010

Colleteral Murder - Wikileaks

Wikileaks hat auf http://www.collateralmurder.com/ eines der verstörendsten Dokumente hinsichtlich des Irakkrieges veröffentlicht. Ein 17-minütiges Video zeigt die Fehlinterpretation der Piloten bzgl. eines Journalisten als bewaffneter Zivilist. Das Ergebnis sind mehrere Leichen und schwer verletzte Kinder.

Mittwoch, 24. März 2010

"Vorsicht, Freund hört mit!" - Überwachung sozialer Netzwerke

Der Artikel Vorsicht, Freund hört mit berichtet über eine besondere Schattenseite sozialer Netze. Für die westliche Welt (oder zumindest geht es mir so) ist die Vernetzung nicht nur ein Segen für demokratische Beteiligung und freien Informationsaustausch, insbesondere hinsichtlich totalitärer Regimes wird in den Nachrichten gerne gezeigt wie Bürger solcher Länder die Vernetzung nutzen um sich in Protestbewegungen zu organisieren. Sicherlich sind auch Fälle der Zensur (am deutlichstern zur Zeit in China) oder Repressialien gegen Blogger bekannt, aber häufiger kommt im Kern an, dass die Menschen nun verbesserte Möglichkeiten haben sich gegen die unterdrückende Autorität zu wehren. Evgeny Morozov zeigt ein düstereres Bild. ein klares "LesenDuMusst".

Montag, 8. März 2010

Aus: "Griechen und die Bild-Zeitung"

"So geht es weiter mit jedem Fakt, der da in die Welt geblasen wird, als neu oder sensationell verkauft, als Grund für die Misere. Es wird das Bild gemalt von einer Nation, die in fauler Gier anstatt zu arbeiten lieber die EU ausgenommen hat und jetzt überversorgt und fett am Strand liegt, während in Deutschland hart gearbeitet wird, um ihnen das Geld hinterher zu werfen."

"Ich kann die Verachtung nicht in Worte fassen, die ich für die Kollegen mit ihren offenen Briefen empfinde, die sich ohne jede Recherche einen demütigenden Witz nach dem anderen aus den Fingern gesaugt haben, die sehenden Auges Vorurteile bis hin zum rassistischen Hass geschürt haben und die dabei nichts erreicht haben als den Zockern in den entsprechenden Investmentbanken noch ein bisschen in die Hände zu spielen."

"Aber ich bin auch Deutscher und Journalist. Und ich schäme mich. Weil ich weiß, wie einfach es gewesen wäre, ein einziges Mal anzurufen." - Original-Artikel

*hng... Hoffentlich kommt mir nmd mehr mit dem Argument, dass es ja soooo lustig sei die Bild mit ihren provozierenden Schlagzeilen zu lesen und man nur deswegen sich als Leser dieses peinlichen Blattes bekennt.

Montag, 22. Februar 2010

The Story of Neda Soltani

The Story of Neda Soltani

The story of her photo began on June 20th 2009. That day a young woman was shot down near Kargar Avenue in Teheran at 7 p.m. local time.[...] The pictures of the dying woman appeared on Youtube.

The big TV stations soon got wind of the dying woman from Bloggers and Twitter. Editors tried to identify the woman. Pressed for time, they looked for pictures. Neda, her first name could be heard on Video. The internet quickly turned up a surname: Soltan, student at the Azad University in Teheran. Sombody used these data to search in Facebook.[...]

It is also impossible to identify who it was who mistook the photo of Neda Soltani (below on the right) for that of the murdered Neda Soltan(below on the left).

Interessant finde ich in diesem Fall, wie sich der Fehler in den Medien ausbreitete aber fast nirgends berichtigt oder wenigstens näher recherchiert wurde. Auch seitens der Bevölkerung wird eher an eine politische Verschwörung geglaubt, als an eine Verwechslung. Nedas Einwände verstummen in der Masse. Das erinnert mich ein wenig an den Stand-Alone-Complex der Anime-Serien Ghost in the Shell. Ein Selbstläufer, wie man es auch nennen könnte. Eine klassische Vorlage für einen Thriller aber für Neda natürlich sehr tragisch.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Dilbert-Prinzip

wikipedia

Prokrastination - oder wie komme ich darum herum, meine Dissertation zu schreiben

"Wähle am besten einen Partner mit wenig Verständnis für die Forschung und deren Arbeitsabläufe. Eine feindliche Einstellung des Partners hat oft einen höchst signifikant disputationsverzögernden Effekt, besonders in Verbindung (bei einem Mann) mit einer allgemein mannchauvinistischen Haltung. Natürlich können auch die Kinder zu Forschungsfeindlichkeit indoktriniert werden."

Wegleitung für DoktorandInnen

Dienstag, 2. Februar 2010

Stefan Niggemeier über das "Böse"

Herr Niggemeiers Artikel "Die Methode Diekmann" erinnert in gewisser Weise an die Predigt eines Pfarrers der glaubt die leibhaftige Inkarnation des Teufels gefunden zu haben. Das herzlose "Böse" am Steuerrad der mächtigen Bild.

Ich kann seine Wut durchaus verstehen, denn die Fakten (wie sie u.a. im Bildblog dokumentiert sind) geben ihm vollkommen Recht. Mal abgesehen von der psychologischen Beurteilung (Diekmann als schizophrener, rachsüchtiger Mensch mit einem Minderwertigkeitskomplex) ist es ein sehr lesenswerter Artikel mit vielen guten Argumenten warum und wie man kritisch mit Medien umgehen muss.
"So funktioniert Journalismus heute, und natürlich nicht nur in diesem Fall: Politik wird von den Massenmedien vor allem als Sympathie- und Schönheits-Wettbewerb wahrgenommen und inszeniert (die Überhöhung Guttenbergs ist gutes Beispiel)."

Montag, 9. März 2009

TP: Waffen für die Welt

Ein äusserst interessanter Artikel über illegalen Waffenhandel und die Verstrickungen anderer Regierungen darin.
Viktor Bout ist ein Symbol für die Globalisierung und ein Produkt des Zusammenbruches der Sowjetunion. In der anarchischen Phase der Transformation baute er aus dem Nichts ein Imperium auf. Er nutzte alte Netzwerke und wurde zu einem der größten Waffenhändler der Welt.

Samstag, 7. März 2009

TP: Ein Warlord, eine Militärrevolte und ein Nationaldenkmal

interessanter Artikel
Andere wiederum zelebrieren ein 2000jähriges Jubiläum zur Erinnerung an die legendäre Schlacht am Teutoburger Wald.

Sonntag, 30. November 2008

Ein trauriger Tag, ein epochaler Tag (Handelsblatt-Artikel)

Der Twitter-Feed von Vinu sorgte bei mir für eisige Schauer. Dem Bombayer ging es wie so vielen in der Stadt. Erst Schießereien, dann eine Explosion - ein Zwischenfall, mehr nicht. Er ging hinaus, machte Fotos, veröffentlichte sie auf Flickr.

Ein trauriger Tag, ein epochaler Tag

Freitag, 14. November 2008

BND-Mitarbeiter ändern Wikipedia-Einträge?

Die News liest sich wie ein Thriller, nicht entgehen lassen.
Ein auf Wikileaks gehostetes Dokument enthält angeblich vom Geheimdienst verwendete IP-Nummern-Bereiche.

Samstag, 9. August 2008

How we did it - Stefan Niggemeier

Und dann ist da Barack Obama. Der Mann, der offenbar noch cooler ist, als alle ohnehin schon glauben:

On the eve of his speech to the Democratic convention in 2004, the speech that effectively launched him as the party’s hope of the future, he took a walk down a street in Boston with his friend Marty Nesbitt. A growing crowd followed them. „Man, you’re like a rock star,” Nesbitt said to Obama. „He looked at me,” Nesbitt recalled in a story he liked to tell reporters, „and said, ‚Marty, you think it’s bad today, wait until tomorrow.’ And I said, ‚What do you mean?’ And he said, ‚My speech is pretty good’.”
- Artikel